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Anwendung des vereinfachten Querkraftnachweises für schubbewehrte Stahlbetonbauteile gemäß prEN 1992-1-2 und Vergleich mit tabellarischen Nachweisen

In EN 1992-1-2: 2004 [1] wird die Querkraftbemessung im informativen Anhang D geregelt, welcher jedoch für die Anwendung in Deutschland über den nationalen Anhang [2] gesperrt wurde. Folgerichtig werden in der Praxis die Querkraftnachweise brandbeanspruchter Stahlbetonbalken durch Einhaltung der Mindestabmessungen und Mindestachsabstände der Bemessungstabellen geführt. In prEN 1992-1-2:2021 [3] wird nunmehr ein vereinfachtes Rechenverfahren für den Querkraftnachweis schubbewehrter Stahlbetonbauteile angeboten, welches parallel zu den Bemessungstabellen angewendet werden kann. Das dahinterliegende Modell entspricht dem Querkraftmodell schubbewehrter Bauteile entsprechend dem kalten Eurocode prEN 1992-1-1 [4]. Im vorliegenden Beitrag wird zunächst das vereinfachte Rechenverfahren vorgestellt. Im nächsten Schritt werden Tabellennachweise und Nachweise nach dem vereinfachten Verfahren systematisch verglichen. Dabei soll primär untersucht werden, ob es zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen kann, die in der Baupraxis und insbesondere im Rahmen der Prüfung im 4-Augen-Prinzip zu Irritationen führen könnten. Im Rahmen der Untersuchungen werden auch Vergleiche zwischen der thermischen Analyse gemäß den nunmehr neu zur Verfügung gestellten analytischen Gleichungen und einer FE-Methode gezogen. Die Schnittgrößenumlagerungen in Durchlaufsystemen werden diskutiert.

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