Wohnungseingangstüren unter Naturbrandbeanspruchung
Wohnungseingangstüren sind ein zentrales Element der Rettungswege mehrgeschossiger Wohngebäude. Sie begrenzen die Brand- und Rauchausbreitung und leisten somit einen maßgeblichen Beitrag zur Personensicherheit im Brandfall. Das Verbundvorhaben ALREKO erforscht Lösungen für den urbanen, mehrgeschossigen Wohnungsbau, um einen Treppenraum als einzigen Rettungsweg unterhalb der Hochhausgrenze zu ertüchtigen. Mittels Brandsimulationen und Risikoanalysen soll das Sicherheitsniveau der neu entwickelten Konfigurationen anhand realistischer Brandszenarien bewertet werden. Dafür sind Kenntnisse über das Brandverhalten und die Rauchdichtheit von Wohnungseingangstüren im Naturbrand erforderlich. Anhand von vier Brandversuchen wurde die Leistungsfähigkeit von Wohnungseingangstüren im Naturbrand untersucht. Es wurden vier Türen mit unterschiedlichen brandschutztechnischen Qualitäten einem Raumbrand ausgesetzt und der Durchtritt von Feuer und Rauch bewertet. Die Quantifizierung der Rauchleckage gestaltete sich unter Naturbrandbeanspruchung als anspruchsvoll, sodass die bekannten Verfahren (z. B. nach DIN 18095-2 [1]) nicht ohne Weiteres anwendbar waren. Daher wurde ein Messverfahren entwickelt, mit dem die Leckagerate unter den Gegebenheiten der durchgeführten Brandversuche ermittelt werden konnte. Der Beitrag beginnt mit einer Zusammenfassung der bauaufsichtlichen Anforderungen, der vorhandenen Klassifizierungsverfahren sowie des Brandverhaltens nicht klassifizierter Türen. Es folgt die Versuchsbeschreibung mit Erläuterungen zum entwickelten Messprinzip zur Quantifizierung der Dichtheit unter Naturbrandbeanspruchung. Der Beitrag endet mit einer Ergebnisdarstellung und einer Diskussion der gewonnen Erkenntnisse.
Files
Rights
Use and reproduction:
All rights reserved
Access Statistic

