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PartnerING – Leitfaden zur Integration kollaborationsfördernder Elemente in Bauprojekte

Die Realisierung von Bauprojekten erfordert das Zusammenwirken der Beteiligten auf unterschiedlichen Ebenen. Nur wenn sich alle Akteure zu einer kollaborativen Zusammenarbeit bereit erklären, können Maßnahmen zur Legitimierung, Förderung oder sogar Einforderung gemeinsamer Anstrengungen zum Erreichen des Projekterfolgs wirksam implementiert werden. Dennoch bleibt die Frage:

Wie organisieren wir Zusammenarbeit in Bauprojekten?

Diese Herausforderung verlangt Antworten auf vertraglicher, technischer, organisatorischer als auch auf kultureller Ebene. Das Ziel dieses Leitfadens ist es, hierfür Impulse zu geben, mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen und den Dialog zwischen den Beteiligten zu fördern, um die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bauwesen weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck wurden aus der Literatur, aus alternativen Leitbildern der Projektabwicklung und über die Einbindung von Experten Partnerschaftselemente identifiziert, die sich insbesondere zur Integration in konventionelle Leitbilder der Projektabwicklung eignen.

Der Leitfaden ist jedoch nicht als starre und abschließende Auflistung von Partnerschaftselementen, sondern als eine Diskussions- und Gestaltungsgrundlage zu verstehen. Die Partnerschaftselemente sollen Anstoß geben, gemeinsam und idealerweise bereits bei der Gestaltung von Strukturen und Verträgen über geeignete Instrumente nachzudenken und diese projektspezifisch weiterzuentwickeln. Einige Partnerschaftselemente sind vergleichsweise einfach umsetzbar, bei anderen kann dieser Leitfaden nur erste Anregungen für die Möglichkeiten schaffen. Des Weiteren stehen einzelne Elemente abgeschlossen für sich, während andere Elemente miteinander kombiniert werden sollten.

Die Anwendung der Partnerschaftselemente erfordert projektspezifische und personelle Voraussetzungen. Eine hohe fachliche Kompetenz der Beteiligten ist zwingend –Partnerschaftselemente können sie nicht ersetzen oder kompensieren. Ebenso wenig können diese Elemente fehlende Entscheidungen oder Bedarfsplanungen, eine unzureichende Planungstiefe oder Schlechtleistungen in der Ausführung ausgleichen. Klare Zielsetzungen, ausführungsreife und koordinierte Planunterlagen sowie leistungsfähige Bauunternehmen sind daher weitere wichtige Voraussetzungen.

Es ist die Herausforderung unserer Zeit, den dynamischen Prozess des Baugeschehens neu zu denken und hierfür geeignete Grundlagen zu schaffen. Dieser Leitfaden soll für diesen Prozess Anstöße liefern und erste Lösungsansätze skizzieren.

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