Feedback

Density, Transit, Domesticity : Lessons from Tokyo’s Commercial Architectures of the Home Away from Home for the Future of Domestic Space in the Metropolis

Affiliation/Institute
Institute for Sustainable Urbanism
Liedtke, Florian Hendrik

This dissertation examined the spatial composition of Tokyo’s home away from home (HAFH) businesses and their capability to mitigate the city’s limited domestic space. At the building and urban scale, this involved several instances of classifications, as well as literature reviews and GIS-based analytical mappings.

A total of twelve key commercial types were identified and analyzed through the use of data obtained from industry-specific search engines, sample building observations, case studies and previous studies. These commercial types include karaoke boxes, love hotels, manga cafés, leisure baths, public baths, coin laundries, convenience stores, vending machines and several gastronomic establishments.

The findings present a typology of commercial spaces based on a classification of their domestic functions and concepts of domesticity. This typology was ordered from multifunctional, seclusion- and privacy-focused spaces to monofunctional, circulation- and convenience-focused spaces with comfort-focused businesses in between. Accordingly, the sum of these business types is able to compensate all domestic functions of small residences and may even provide a functional surplus through a high specialization in certain everyday spaces and services. A review of the development history of each type revealed important evolutionary drivers for the HAFH, including urban growth, the socio-economic disruption following the 1990s recession, as well as short building lifespans and loose building and zoning regulations.

At the urban scale, the acquired business data was geocoded and integrated with official GIS-based data on census, built structure and traffic infrastructure. The findings indicate a correlation between HAFH business agglomerations, Tokyo’s railway stations, as well as daily commuter volumes. The heterogenous composition and density of these businesses near stations, as well as their location within the railway network mark different types of urban agglomeration of the HAFH. These agglomerations fulfill distinctive roles in providing domestic functions outside the home in various daily situations. A high degree of walkability, a dense and heterogenous mixture of small to medium-scale buildings, and a proximity to residential zones were identified as key factors in attracting a diverse and dense array of HAFH businesses.

This dissertation’s final discussion highlighted the beneficial synergy of high building and population densities, transit-oriented development and domesticity away from home. Collectively these elements provide an accessible spatial and functional surplus to Tokyo’s limited residential space.

This knowledge of the qualities and challenges of Tokyo’s HAFH venues and their mode of development provides a foundation for future research on this topic or a conscious modification through planning and policy. This may assist in addressing the constraints on residential space and livability by high-density urban areas in Tokyo and potentially other regions.

Diese Dissertation untersucht die räumliche Zusammensetzung von Tokio’s Gewerbetypen des “Wohnens außer Haus” und ihre Fähigkeit, den begrenzten Wohnraum in der Stadt zu kompensieren. Zu diesem Zweck werden mehrere Klassifizierungen sowie Literaturauswertungen und GIS-basierte analytische Kartierungen auf der Gebäude- und Stadtebene angewandt.

Mit Hilfe von Daten aus branchenspezifischen Suchmaschinen sowie von Gebäudebeobachtungen, Fallstudien und früheren Studien wurden insgesamt zwölf relevante Gewerbetypen ermittelt und analysiert. Dazu gehören Karaoke-Boxen, Love-Hotels, Manga-Cafés, Freizeitbäder, öffentliche Bäder, Waschsalons, Convenience-Stores, Verkaufsautomaten und verschiedene gastronomische Einrichtungen.

Als Ergebnis der Analysen wurde eine Typologie kommerzieller Räume erstellt, die auf einer Klassifizierung ihrer Wohnfunktionen und ihrer Konzepte von Domestizität beruht. Sie reicht von multifunktionalen, auf Privatheit ausgerichteten Räumen über komfort-orientierte Geschäfte bis hin zu monofunktionalen, auf Besucherfluktuation und Zweckmäßigkeit fokussierten Etablissements. Die Summe dieser Gewerbetypen ist somit in der Lage, alle alltäglichen Funktionen kleiner Wohnungen zu kompensieren und kann durch eine hohe Spezialisierung auf bestimmte Alltagsräume und -dienstleistungen sogar einen funktionalen Mehrwert bieten.

Aus der Betrachtung der Entwicklungsgeschichte jedes Gewerbetyps konnten wesentliche Evolutionsfaktoren des Wohnens außer Haus gewonnen werden: Urbanes Wachstum, der sozio-ökonomische Umbruch nach der Rezession in den 90er Jahren, die kurze Lebensdauer von Gebäuden sowie lockere Bebauungsvorschriften.

Die erfassten Unternehmensdaten wurden auf der Stadtebene geokodiert und mit amtlichen GIS-basierten Zensus-Daten sowie Daten zur Bebauung und Verkehrsinfrastruktur in Zusammenhang gesetzt. Die Ergebnisse weisen auf eine starke Korrelation zwischen Wohnen außer Haus-Gewerben, Tokios Bahnhöfen und ihrem täglichen Pendleraufkommen hin. Die heterogene Zusammensetzung und Dichte von Unternehmen in der Nähe von Bahnhöfen sowie ihre Lage innerhalb des Bahnnetzes kennzeichnen verschiedene Arten von urbanen Agglomerationen des Wohnens außer Haus, die in verschiedenen Alltagssituationen unterschiedliche Rollen in der Bereitstellung von Wohnfunktionen einnehmen. Ein hohes Maß an fußläufiger Erreichbarkeit, eine dichte und heterogene Mischung kleiner bis mittelgroßer Gebäude und die Nähe zu Wohngebieten wurden als entscheidende Faktoren für die Ansiedlung eines vielfältigen und dichten Spektrums von Wohnen außer Haus-Gewerben ermittelt. 

In der abschließenden Diskussion wird die vorteilhafte Synergie hoher Bebauungs- und Bevölkerungsdichte, verkehrsorientierter Entwicklung und Domestizität in Räumen außerhalb des Zuhauses hervorgehoben. Gemeinsam bieten diese Elemente einen leicht zugänglichen räumlichen und funktionalen Mehrwert zum begrenzten Wohnraum in Tokio. 

Die Erkenntnisse über die Eigenschaften, Herausforderungen und Entwicklung des Wohnens außer Haus in Tokio stellt die Grundlage für weitere Forschung zu diesem Thema sowie für seine strategische Anpassung durch Stadtplanung und Politik dar. Dies könnte dazu beitragen, die Einschränkungen des Wohnraums und der Lebensqualität in Quartieren mit hoher Dichte in Tokio und möglicherweise in anderen Regionen zu kompensieren.

Rights

Use and reproduction:
All rights reserved

Access Statistic

Total:
Downloads:
Abtractviews:
Last 12 Month:
Downloads:
Abtractviews:

Cite

Citation style:
Could not load citation form.